Euphorbium comp. SN - Erkältungsmythen und was davon wirkli
Erkältungsmythen

Erkältungsmythen: Was hilft bei Schnupfen, was nicht?

Es gibt eine Menge Ratschläge, Hausmittel und Tipps in Bezug auf Schnupfen. Glücklicherweise gibt es einige Mittelchen, die jeder von uns zu Hause haben dürfte und die tatsächlich unsere Beschwerden abschwächen können. Manchmal stellt sich jedoch auch heraus, dass einige dieser altbekannten Tipps letzten Endes doch mehr Mythos als nützlich sind.

Was stimmt und was nicht?

1. Die größte Ansteckungsgefahr besteht, wenn ich angeniest werde.

Richtig und falsch. Es ist korrekt, dass beim Niesen Erreger in die Luft gewirbelt werden und man sich per Tröpfcheninfektion anstecken kann. Allerdings sind die Haupteintrittspforten Nase und Augen, nicht der Mund. Deshalb ist die Übertragung der Krankheit durch Niesen weniger häufig als die Ansteckung über die Hände, die an Türklinken, Telefonhörern, Computertastaturen oder beim Händeschütteln ständig mit Erregern in Berührung kommen. Mit nur einer Bewegung können die Viren dann auf unsere Schleimhäute gelangen.

2. Wenn es kalt ist, erkältet man sich.

Falsch. Es ist nicht die Kälte an sich, die eine Erkältung auslöst – obwohl der Wortstamm der gleiche ist – sondern trockene Luft und ein schwaches Immunsystem, was den Erkältungsviren Tür und Tor öffnen.

3. Bei Schnupfen: Die Nase mit Kochsalzlösung durchspülen.

Richtig. Diese Methode hilft bei Stockschnupfen, wenn sich der Schleim nicht ablösen will. Die Salzwasserlösung wirkt schleimverflüssigend und kurzfristig reinigend.

4. Man sollte keine fertigen Erkältungstee-Mischungen trinken.

Falsch. Fertige Erkältungstee-Mischungen, die man in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen kann, sind bei Erkältungen perfekt. Denn ihre Inhaltsstoffe setzen sich aus den Teesorten zusammen, die bei Erkältungen am besten sind. Alternativ sind folgende Sorten zu empfehlen: Holunderblüten, Salbei, Eibisch, Kamille- oder Lindenblüte.

5. Bei Schnupfen: Eine laufende Nase ist ein schlechtes Zeichen.

Falsch. Wenn die Nase trieft, bedeutet das, dass die Erreger mithilfe eines körpereigenen Sekretes aus dem Körper gespült werden.

6. Bei grippalen Infekten: Heiße Milch mit Honig trinken (bei ca. 50-60°C).

Richtig und falsch. Milch wirkt schleimbildend und ist daher im früheren Erkältungsstadium (beim ersten Halskratzen) ein gutes Mittel, um die Schmerzen zu lindern. Hat sich jedoch im fortgeschrittenen Stadium eines grippalen Infekts Schnupfen oder schleimiger Husten gebildet, ist von Milch abzuraten, weil dadurch eine zusätzliche Verschleimung angekurbelt würde. Honig ist wiederum sehr zu empfehlen, da dessen Enzyme antiviral wirken.

7. Bei Schnupfen: Inhalieren.

Richtig. Man kann beispielsweise einen Aufguss mit Kamillenblüten machen und unter einem Handtuch den Dampf einatmen. Inhalieren fördert die Durchblutung und regt dadurch die Abwehrreaktion der Schleimhäute an.

8. Lieber die Nase schnäuzen, als die Nase „hochziehen“.

Richtig. Wenn man sich die Nase putzt, verabschiedet man auf diese Weise viele Erreger. Zieht man die Nase hoch, drückt das den Schleim in die Nasennebenhöhlen und verstopft und verschleimt sie nur noch zusätzlich.

9. Antibiotika helfen gegen Erkältungen.

Falsch. Erkältungen sind in 90% der Fälle viral bedingt, da helfen Antibiotika nicht. Durch das geschwächte Immunsystem kann aber eine zusätzliche bakterielle Infektion entstehen, die dann gegebenenfalls mit Antibiotika behandelt werden muss. Sobald sich anhaltend Fieber einstellt und sich das Befinden verschlechtert, ist ein Arztbesuch ratsam.

10. Bei Schnupfen: Papiertaschentücher sind besser als Stofftaschentücher.

Richtig. Während gebrauchte Papiertaschentücher sofort entsorgt werden sollten, steckt man sich Stofftaschentücher wieder zurück in die Tasche und gibt so Viren die Möglichkeit, mit anderen Personen in Kontakt zu kommen.

11. Bei Erkältung: Heißen Holundersaft trinken (ca. 50-60°C).

Richtig. Warmer Holundersaft ist gut, da die enthaltenen Flavonoide schweißtreibend wirken.

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